31.10.06

Anders

Hm, nun sitz ich also mal wieder hier. Draussen fängt es bereits ganz langsam an zu dämmern. Es ist, wie man am Datum unschwer erkennen kann, Feiertag - Reformationstag. Luther hat wohl an diesem Tag vor ein paar hundert-und Jahren ein paar theologische Thesen veröffentlicht und damit eine Art Revolution losgetreten, nicht nur bei den Christen und der Kirche. Wie nötig war das damals! Und wie nötig ist das heute!? Ich lese zur Zeit ein Buch von Adrian Plass (Lasst die Enten doch rückwärts fliegen), wo er das Markusevangelium auf seine Art und Weise kommentiert. Diese herausfordernden Gedanken auf der einen Seite und ich auf der anderen: Wieviel Veränderung habe ich noch vor mir!? Mir ist heute wieder einmal sehr bewusst geworden, wie wenig ich so lebe, wie ich denke, dass Jesus es gerne sehen würde - Zeit für Veränderung. Wie sehr ich mich um mich drehe, anstatt um Ihn - Zeit für Veränderung. Wie oft ich Freunde vernachlässige und nur in Anspruch nehme, wenn es mir nicht gut geht - Zeit für Veränderung. Und so könnte man die Liste beliebig fortsetzen. Ich werde jetzt jedenfalls noch bevor es dunkel ist, ein paar Minuten rausgehen und Luftschnappen...

23.10.06

WERTvoll oder vom Aufhören des Dauerns

Als ich gerade im Blog von Rebekka rumgestöbert habe, ist mir etwas eingefallen. Bei meiner Schwester hing einige lange Jahre ein Zettel mit der Aufschrift: "Wann hört es endlich auf zu dauern?". Spannende Aussage wie ich finde, weil das in meinem Leben immer wieder so ist - und ich bin eigentlich ein sehr geduldiger Mensch (schreibt in den Kommentaren nichts falsches!!). Dann kam mir im Frühjahr diesen Jahres eine sehr schöne Karte in die Hände, eine Einladung, auf der stand: "Endlich hört es endlich auf zu dauern!" - Es war die Hochzeitseinladung meiner Schwester.
Wie oft zeigen wir Menschen, die uns wichtig sind, dass sie uns wichtig sind?! Wie oft sagen wir ihnen, dass wir sie lieben, dass sie wertvoll für uns sind?!
Kurz vor der Hochzeit habe ich ein Lied geschickt bekommen. Silbermond "Das Beste". Ich habe mir das angehört und dachte nur: Hammer!! Dieser Text hat mich voll bewegt, und das nicht nur, weil das ne Frau singt ;) ...
Und plötzlich viel mir die Hochzeit meiner Schwester wieder ein. Also eine Freundin - Tabea - hier in Jena angerufen, die gerne und sehr schön singen kann, ob sie bereit wäre im Traugottesdienst dieses Lied zu singen. Ich habe mich ans Klavier gehockt und geübt. Dann kam der Augenblick und dieses Erlebnis werde ich nicht so schnell vergessen. Es war eine ganz seltsam feierliche Stille nach dem letzten Ton. Alle waren sehr gerührt.
Später, beim Empfang vor der Kirche. Eine ältere Frau kommt auf Tabea zu: "Also das Lied war ja so toll, es hat mich richtig bewegt und mir viel ein, wie selten ich das meinem Mann gesagt habe. Und da hab ich es gleich in der Kirche nach dem Lied getan und hab ihm gesagt, es ist schön, dass es dich gibt. Danke für dieses Lied!" So etwa war das.
Und ich erinnere mich sehr gerne an dieses Erlebnis, es wird eine dieser kleinen Begebenheiten sein, die einen das Leben lang begleiten.



P.S.: Die Hochzeit war am 24.08.'06 und ein paar Bilder werde ich bei Gelegenheit nachreichen...

19.10.06

Manchmal...


... muss man lange auf den ersehnten neuen Beitrag warten, ganz wie im richtigen Leben. Und Warten ist nicht immer schön, manchmal sogar sehr anstrengend. Seit dem letzten Eintrag hat sich bei mir nicht viel getan. Ich habe einige Termine gehabt, die zum Teil sehr anstrengend waren und so sehen auch die nächsten Wochen aus. Letztes Wochenende war ich in Heringen mit dem Uhbeck und dem Kai und wir haben dort mit dem Chrissi (der macht dort FSJ) zusammen einen Jugendabend msuikalisch umrahmt. Das war recht lustig, weil wir vorneweg nicht wirklich die Möglichkeit zum Proben hatten, nur der Uhbeck und ich haben mal ne Stunde zusammen die Lieder durchgespielt und dann hatte ich mit dem Chrissi noch bei einem Seminar zwischendurch etwas Zeit die Lieder zu üben. Ich hab diesmal Gitarre gespielt und etwas Backings gesungen. Irgendwie fehlt mir schon ne feste Band, das merk ich immer wieder. Trotz der fehlenden Überei hat der abend doch ein bisschen Spass gemacht und die Sachen haben auch ganz gut geklappt. Am Samstag war dann "Gremientag": mein erstes Mal auf der Vertreterversammlung der ejth (Evangelische Jugend in Thüringen). War halt eine übliche Gremiensitzung - man erfährt vieles, was man nicht wissen muss, aber es wird gesehenob man da ist oder nicht. Soviel erstmal zu meinen letzten Tagen. Bis es wieder was Neues gibt.