29.6.06

Badetag



Manchmal, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt muss man mal raus. Der Paukenmann - also der Kai - hatte am Dienstag sein Vordiplomskonzert. Hat er super gut bestanden und da wir schon lange nichts mehr groß zusammen uneternommen haben, stand der Plan baden zu fahren. haben wir dann trotz des kühlen Wetters gemacht und waren tatsächlich auch im Wasser. War ein schöner Tag mit netten Menschen (die dritte Person im Bunde war meine Schwester Anno). Und hier ein paar Bilder


24.6.06

"Was ist deine grösste Angst?"

Gestern habe ich mich nach einem nervernzermalmenden Tag auf den Weg nach Arnstadt gemacht, um dort die Jugendstunde thematisch zu gestalten. An dieserStelle möchte ich die gesamte Arnstädter Jugend grüßen - ein paar werden diese Grüße sicher auch lesen und ihr könnt das den anderen dann ja gerne weitersagen. Die Autofahrt ging viel zu glatt, und so bin ich doch eher als ich dachte da gewesen: total erschöpft und geistig breit. Dummerweise hatte ich den Tag über nichts groß gegessen (und es gab leider auch nix zu essen) so dass mich das auch nicht gerade stimmungsmässig auf vordermann gebracht hat. Ich hatte mir verschiedene Einstiegsmöglichkeiten überlegt und bin dann doch (wovor ich mich schon gefürchtet habe) den "heissen Stuhl" gewählt: jeder Anwesende darf mir eine Frage stellen und ich muss diese Frage beantworten. Spielregeln: es darf ALLES gefragt werden (es gibt keine dummen Fragen) und ich MUSS antworten, es sei denn ich weiß es wirklich nicht. Ich war überrascht, wieviel verschiedene Fragen kamen und das keine einzige davon peinlich war. Eine der Fragen lautete: "Wovor hast du am meisten Angst?". Ich glaube zu wissen, wer mir diese Frage gestellt hat - das wiederum hat mich innerlich auch aufgewühlt: soll ich jetzt ganz ehrlich sein oder ein bisschen abblocken und um den heissen Brei drumherum reden? Wieviel will ich jetzt von mir preisgeben etc.
In meiner kurzen Denkpause habe ich festgestellt, dass ich mir schon lange keine Gedanken darüber gemacht habe, was mich grundlegend ängstigt. Meine Zukunft ist mir erschreckend egal, meine Vergangenheit ist eh vorbei und in der Gegenwart bleibt mir nichts anderes übrig als zu leben. Und doch ist da eine existentielle Angst: die Angst davor, allein zu sein - Einsamkeit. Manchmal denken Leute von mir, dass ich ein oberflächlicher Out-Going-Typ bin und sind dann verwundert, wenn sie mitkriegen, dass ich eigentlich ein Stück anders bin. Ich brauche keine Massen um mich herum - aber ich brauche ein paar Menschen um mich, die ich liebe und die mich lieben. Dass Gott auch da ist und mich nicht verlässt weil er mir das versprochen hat, das weiß ich ganz sicher. aber es gibt eben auch den yPPse, der ein soziales Netz braucht: Freunde, Familienmitglieder (und die Freundin!). Dass diese Beziehungsgeflecht mich nicht retten kann ist mir klar, aber ich bin trotzdem drauf angewiesen und die größte Angst ist, dass das zerbricht.

Und aktuell hab ich wahnsinnige Angst, dass ich die Person, die ich liebe, verliere...

21.6.06

viel zu lautes Schlagzeug (Teil II)


und weil es so schön war, gibt es jetzt den Teil zwei zum lauten Schlagzeug für alle Equipment-Junkies. Meine Snare als Herzstück hab ich ja schon vorgestellt, heute kommt der Rest des Sets: Ich spiele ein Pearl Masters Studio mit den Kesselgrößen: 24"x18" Kickdrum; 8"x7" Tomaus der Session Studio Serie; 10"x8" Tom, 12"x10" Tom, 14"x12" Tom, 15"x13" Tom. Dazu gibt es manchmal noch ein 18"x16" StandTom, welches ich mal als "jungle-bass-drum", mal regulär als StandTom verwende. Die Studioserien von Pearl haben Kessel aus Birke, welches einen knackigeren bis harten Klangcharakter bietet. Alle Kessel bis auf die der 14" und 15" Toms haben eine etwas dickere Kesselwandstärke und keine Verstärkungsreifen (14" & 15" Toms haben das). Das liegt daran, dass ich das Set zu unterschiedlichen Zeiten erweitert habe und Pearl mit den Wandstärken und mit/ohne Verstärkungsringen variiert hat. Als Spannreifen sind überall (natürlich abgesehen von der Kickdrum) normale Stahlspannreifen drauf. Fellmässig hab ich auch viel ausprobiert und variiert und bin bei der Kickdrum jetzt bei einem modifizerten REMO Powerstroke4 Schlagfell mit EVANS AF Patches (kleine runde Aufkleber aus Aramid Fibre - dieses Material wird in schusssicheren Westen verarbeitet - um den Aufschlagclick des Bassdrumschlegels richtig laut zu machen) und einem REMO Powerstroke3 als Resonanzfell (ohne Loch). Ein kleines Kissen ist auch noch in der Kickdrum drin.
Damit ist der Sound sehr kontrolliert, mit viel Tiefbass und Klick. Die Toms sind allesamt mit REMO Diplomat als Resonanzfelle ausgestattet, welche ich etwas höher als die Schlagfelle stimme. Die Schlagfelle sind bei den kleineren Toms REMO Emperor und bei den größeren Powerstroke4. Beim nächsten Fellwechsel werden überall Emperor draufkommen, oder wieder weiß-aufgerauhte Ambassador - mal sehen. Das Standtom hat wiederrum eine Kombination aus Powerstroke3/4 drauf, das mach sich bei den Kesseldimensionen einfach leichter mit dem Stimmen. Zusätzliche Dämpfung auf den Toms kommt nicht zum Einsatz.

Als zweite Snare habe ich im Set eine Mapex BlackPanther 14"x3,5" Snare mit einem Kessel aus Phosphorbronze integriert. Den original Snareteppich habe ich auch gegen einen von Sonor ausgetauscht, allerdings kommt hier auch ein Modell aus Bronze zum Einsatz und nicht wie bei meiner Hauptsnare aus Messing. Fellmässig ist die Snare ganz klassisch bestückt mit einem Diplomat SnareResoFell und einem Ambassador weiß-rauh (zur Zeit ein entsprechendes Modell von RMV).

Die Hardware (oder auch das "Heavy Metal", wie ich zu sagen pflege), ist auch größtenteils von Pearl. Mein erster Beckenständer war von Dixon, meine zweiter von Pearl. Ab da war mir klar, dass man auch bei der Hardware nicht sparen darf, sonst vergeht einem bald die Freude am trommeln, wenn die Hardware nicht mehr mitmacht und man ständig was reparieren muss - deshalb Pearl. Die Toms und die Becken sind auf einem Rack montiert (DR500 hieß das damals, jetzt heißt es DR503 oder so) und Becken- und Tomarme sind alle mit dem genialen Uni-Lock System ausgestattet. da gibt es keinen Zahnkranz, sondern man kann den Winkel des Beckens/Toms stufenlos einstellen. Bei den Splashbeckenhaltern habe ich die Beckenfilze und Schrauben gegen Cymbalcrowns ausgetauscht und bilde mir ein, dass durch die geringere Kontaktfläche zwischen Becken und Halterung die Splasches viel schöner klingen (ausserdem entfällt das lästige Schrauben beim montieren...) Die Hihat ist ein Eliminator Modell: sehr leise, perfekte Laufeigenschaften, vielfältige Einstellmöglichkeiten. Snareständer sind auch von Pearl. Meine Remotehihat ist von Yamaha und hat ein gnügendlanges Kabel um nahezu überall im Set integriert zu werden. Meine Haupt-Fussmaschine ist eine DW5002Delta. Schnörkellos, super laufend, treu im Dienst. Die Kardanwelle musste ich allerdings schon einaml auswechseln, die war durch unsachgemässe Behandlung etwas ausgeklappert.

So, dann bleiben eigentlich nur noch die Becken und Smallpercussions: Lange zeit war ich ein absoluter Paiste Fan (und ich hab auch noch einige davon - nur spiel ich die meisten eher selten). Durch ein paar enttäuschende Erfahrungen mit dieser Firma hab ich mich dann endlich mal auf dem großen Markt der Beckenmöglichkeiten umgesehen und habe angefangen, Becken nach Sound und Preis/Leistung zu beurteilen. Von hinterm Drumset von links nach rechts sind das: Meinl Generation X 8" Filterchina (and there're more to come), 6" Ufip Experience Splash, 13" Paiste Traditional light/medium light HiHat, 14" Paiste Line Thin China, 8" Turkish Classic Splash (bestes Splash ever), Ufip Percussionlinie "Tortenstück", 15" Anatolian Limited One Crash, 17" Anatolian Ultimate Crash, 10" Ufip Natural Splash, 19" Anatolian Ultimate Crash mit 8" Paiste Cupchime, 20" Anatolian Ultimate Ride, 10"Paiste Line MicroHats, 20" Ufip TigerChina mit einem verkleinerten Paiste Line Thin China oben drüber. die Percussions sind verteilt: div. Shaker, LatinPerc. Blocks, RythmTech Schellenkranz und Crasher.

Weitere Becken, die ich seltener benutze: Paiste Line: 20" Power Ride, 14" Fast Crash; Paiste 2002: 16" & 18" Crash, 18" Novo China, 14" Hihat. Die Bilder sind von meinem mittlerweile üblichen "normal" Setup. Bei kleinen Jobs spiel ich auch kleine Sets mit Kick, Snare, 2 Toms, HH, Ride und Crash. Kommt halt drauf an, wie ich grad drauf bin *ggg*

19.6.06

viel zu lautes Schlagzeug


Die letzte Woche und das Wochenende waren durchweg mit Vorbereitungen für die und Durchführung der Landeskonferenz des Thüringer Gemeinschaftsverbandes gefüllt. Insgesamt eine ganz schöne Veranstaltung mit vielen lieben Freunden. Die Vorbereitung war ziemlich nervig, weil bis zur letzten Minute noch irgendwelche Wünsche kamen, die noch unbedingt mit rein mussten. Naja, alles in allem hat das Erfreuliche überwogen (zum Glück). Allerdings gab es auch sehr seltsame Sachen. Eine dieser Geschichten will ich kurz erzählen und kommentieren. Nach der Nachmittagsveranstaltung kam ein älterer Herr zu mir und beschwehrte sich bei mir (Schlagzeug und Leitung der Begleitband der Konferenz) über das Lautstärkeverhältnis zwischen Gesang und Band. Als ich ihn darauf hinwies, dass für solche Hinweise die Technik zuständig ist, schob er mir folgende Bemerkung nach: "...aber du weisst, dass sich Jesus freut, wenn man den Text versteht..." Bumm, das sass erstmal. Der Text wurde im Übrigen auf 3!! Leinwände per Beamer projiziert. Die implizierte Aussage: Jesus ist traurig, wenn man den Text nicht verstehen kann. Hm, das ist eine ganz schön heftige Sache. Die Texte sind natürlich wichtig, keine Frage. Aber jede Musik wird ablenken und Gott hat dem Menschen die Gaben zum Musikmachen gegeben. Ein Posaunenchor macht gar nur Instrumentalmusik. Wie ist es denn da mit dem "Wort"?! Dann müssten wir ja konsequent alle Instrumente aus den Gemeinden verbannen und nur noch a capella singen. Dann hat sich auch der König David mit seiner Harfe versündigt, und die ganzen Instrumente in der Bibel, die zum Lobpreis Gottes genutzt wurden sind dann ja auch fehl am Platze. Und im Übrigen hat Jesus nur die Geldwechsler und Händler aus dem Tempel vertrieben... keine Musiker
Vielleicht ist viel wichtiger, dass die Musik zur Ehre Gottes gemacht wird, als dass mein Geschmack zu 100% berücksichtigt wird. Und dann bitte nicht solche pseudofrommen "Du bist schuldig, wenn du..." Bemerkungen. Die sind einfach nur daneben.

die LaKoCombo (leider ohne den Christopher (voc)): Daniel (git), Schwager (b), Uh-beck (keys/b), Anno (voc), ich (dr), Mick (keys)

12.6.06

Bälle, Tore, Musik und mehr

Da bin ich wieder. Das Wochenende stand ganz im Zeichen des Fussball - obwohl ich ja nicht unbedingt DER Fussballfreak bin. Freitag Mittag hieß es die letzten Sachen einzupacken für einen Konzertabend mit den Fisherman's Fans im Rahmen einer Kick-Off Veranstaltung im Herzen Leipzigs. Die Gemiende, die eingeladen hatte, hat sehr hübsche Gemeinderäume mitten in der Innenstadt in einem ehemalig sozialistischen Prunkbau mit bombastischen Säulen, Vertäfelungen und - man lese und staune - echter Stofftapete mit Rebhühnern und Fasanen drauf. Irgendwie hab ich gar nicht an meine Kamera gedacht, sonst hätte ich euch ein paar Bilder mitgebracht. Die Leute von der Freien evangelischen Gemeinde im Ringcafé waren sehr nett und haben sich klasse um die Band und mich als Techniker gekümmert. Leider war die Akustik in dem Raum nicht so doll und entsprechend wenig Freude hat das Mischen gemacht. Aber das Auftaktspiel zur WM war doch ganz nett und das frischgezapfte Bier angenehm erfrischend. Am Samstag früh bin ich dann halb drei ziemlich k.o. ins Bett gefallen. Irgendwann bin ich vormittags auch wieder aufgestanden und noch schnell einkaufen gefahren, weil ich mich doch noch entschieden hatte, zum zweiten Auftritt der Fisherman's an diesem Wochenende mitzufahren: Offener Abend in Marienberg (Erzgebirge). Das war alles etwas chaotisch von der Orga und so gabs auch Bandintern etwas Stress. Weil das so ne Art Gottesdienst war, waren ein paar Lieder zum Mitsingen geplant und da hab ich dann teilweise mitgespielt und gesungen. Von der Predigt hab ich mir leider nichts gemerkt, weil ich einfach nicht folgen konnte. danach gabs aber ein super-lecker Essen im angeschlossenen Restaurant der M-Arena, in der der Abend stattfand. Während genüsslich ein gutes Hauptgericht und leckere Salate verzehrten, haben wir noch das Spiel Argentinien-Elfenbeinküste angsehen und dann gings zurück in die Heimat. Und gestern habe ich dann mit den Leuten, mit denen ich kommendes Wochenende die Begleitband zur Landeskonferenz des Thüringer Gemeinschaftsbund stelle, ausgiebig geprobt. So und jetzt wisst ihr, warum ich schon seit einigen Tagen nichts hier geschrieben habe.
aber ganz rein informativ soll dieser Eintrag auch nicht sein: Ich finde diesen ganzen FussballWM Rummel ziemlich heftig. Und deshalb frage ich mich doch hin und wieder, ob wir Menschen nicht Fussball zu unserem Gott erkoren haben. Die Ökonomen versprechen sich einen Wirtschaftsschub, die Kneipen freuen sich auf einen größeren umsatz, wenn bei ihnen die Spiele auf Leinwand live übertragen werden und dann noch der Starkult um Spieler, Mannschaften etc. Und dann fällt mir eine Geschichte aus dem Alten Testament der Bibel ein: Elia und die Baalspriester am Berg Karmel, nachzulesen im 1.Buch Könige, Kapitel 18 ab Vers 16. Und jetzt frage ich mal ein bisschen herausfordernd: We wird mich, dich, uns retten: die Ballpriester oder der Gott der Bibel!? Ich weiß, der Vergleich ist ein bisschen schräg, aber ich hoffe er regt zum Nachdenken an, was das Wichtigste auch bei einer FussballWM ist.
In diesem Sinne: TOOOOOOOOOOOR!!!

8.6.06

Denkmal

Heute ist ein besonderer Tag und deshalb gibts dafür einen Eintrag in meinem Blog. Dieser Tag hätte ein ganz besonders schöner werden können, aber aus mir nicht zugänglichen Gründen ist es keiner geworden. Es hätte ein Tag mit roten Rosen werden können. Aber es ist anders geworden.
Trotzdem auch von hier: Gottes Segen zum Geburtstag!
Der Rest wird sich finden...



oder auch nicht.

7.6.06

Wann wird es endlich Sommer?!

Hab heute mal wieder die Wettervorhersage gecheckt: gute Aussichten, dass der Sommer doch noch ankommt. Für das kommende Wochenende sind Temperaturen bei 30°C angekündigt und wolkenloser Himmel. Das wären doch wirklich fantastische Aussichten. Nur zu doof, dass mit dem Wetter nicht automatisch die persönliche Gestimmtheit besser wird. weil wenn es danach geht, dann ist nicht nur Bewölkung angesagt, sondern eher Sturmtief. Warum müssen wir Menschen uns gegenseitig ständig verletzen?! Diese frage beschäftigt mich schon sehr lange, weil ich davon überzeugt bin, dass ganz oft keine böse Absicht dahinter steckt. Sicher gibt es immer noch genug vorsätzlich zugefügte Schmerzen. Aber was ist mit denen, die man entweder aus Unwissendheit oder mangeldem Verantwortungsbewusstsein anderen zuführt?! Ich möchte mein Leben verantwortungsvoll und ganz bewusst genießen und nicht einfach drauflos leben und mir nehmen, was ich grade denke was für mich gut ist. Ich werde mit dieser Frage sicher nicht zu einer Antwort finden, die über die Aussage hinausgeht, dass das alles eine Folge der Trennung von unserem Schöpfer ist. Aber derweil will ich lernen meinen Mitmenschen alles zu vergeben und warten, dass sich die Wolken wieder verziehen und der Sommer auch in mir ankommt.

5.6.06

bass, bässer, am bässten


Nach soviel Tiefgründigkeit gibts diesmal wieder etwas aus meiner Equipmentecke und wie ich zum Bassspielen gekommen bin. Letzteres zuerst: Das war 1999 im Herbst. an einem Mittwoch im November platzten zwei Typen bei uns in der Jugendstunde rein, die nach nem Bandproberaum fragten und es stellte sich heraus, dass der eine Sänger einer legendären sächsischen Band war und jetzt mit dem anderen und noch einem in Jena ne neue Band aufziehen wollte. Dieser Typ heißt Axel Kunz *ggg* und ist nun der Drummer von "saphena" (ehemals "brain(FAQ)), der andere war der Andi, welcher jetzt bei bei genannter Band für vocale Einlagen zuständig ist. Axel und ich stellten an dem besagten Abend fest, dass wir mal was gemeinsam machen müssen. Und so kam es, dass wir kaum zwei Wochen später mit dem Gitarrenmann Nr.1 (siehe LINKS) im damaligen Proberaum der Fisherman's standen und überlegten, wie wir das ganze nun anstellen. Axel blockierte dann sofort mein Drumset und Daniel hatte schon ne Gitarre am Gurt - also blieb mir nur der Bass. Da ich ursprünglich mal sehr lange und ausgiebig Klavierunterricht genossen habe, hatte ich wenigstens keine schlechte harmonische Ausgangslage und vom Trommeln her wusste ich, worauf es beim Bass groove-technisch drauf ankommt. Dieses Bandprojekt hat mit Pausen ein paar Jahre existiert und wir haben uns als "christliche Coverband" betrachtet und eine Menge Jugendgottesdienste gespielt - aus Jena rausgekommen sind wir nur einmal. Die Gesangspositionen haben viel gewechselt und ein weiterer Gitarrist (Gitarrenmann Nr.2) ist dazugekommen.

Nun zu meinem Equipment: zu Beginn meiner "Karriere" als Bassmann habe ich den Bass meines Bruders spielen dürfen, welcher einen Esh Various 5-String spielt, und einen 4-String Sandberg Bass von einem Kumpel (genaue Bezeichnung weiß ich nicht mehr). Im Probenraum stand ein Warwick 200w Basscomboverstärker den ich auch bei kleineren Auftritten genutzt habe. Bei großen Sachen mit richtiger PA-Anlage habe ich den Bass immer per D.I. ins Pult gespielt.

Mein aktuelles Setup: Warwick FNA Jazzman 5-String (5 Saiten m�ssen einfach sein *g*) mit Warwick BlackLabel Saiten 045-135
SWR SM500 ProBassAmp (2x250W@4Ohm, TubePreamp, umfangreiche Klangregelung)
2x12" EV best�ckte Lautsprecherbox (Selbstbau)
Line6 PodPro, ElectroHarmonix Q-Tron+, Boss LMB3 u.a.

4.6.06

Pfingsten vs. Flaschen und deren Inhalt(e)


Heute früh im Gottesdienst wurde ich mal wieder an meine allererste richtige Predigt die ich halten durfte erinnert. Und da ich finde, dass die auch viel mit Pfingsten zu tun hat, werde ich hier mal diese Gedanken nochmal in leicht abgewandelter und gekürzter Form niederschreiben.
Habt ihr euch schon mal mit einer handelsüblichen Flasche verglichen? Ich hab das bis zur Vorbereitung für die Predigt auch nicht gemacht (schon allein weil Mensch=Flasche ja negativ belegt ist). Trotzdem ist das ein sehr interessanter Vergleich, weil daran ganz viel über Gott sichtbar wird. Flaschen gibt es in den unmöglichsten Formen (von der schlichten Milchflasche bis zur Flasche in Fussballform) und Farben (klar bis schwarz) und Größen (vom kleinen Schnapsfläschchen bis zum 5l Kanister) und genauso gibt es Menschen, die ganz verschieden sind. Alle haben wir etwas gemeinsam: es passen Inhalte in die Flaschen rein. Ich liebe grünen Tee (meine Oma sagt, ich sollte hin und wieder auch mal was anderes trinken), Cola mag ich auch (findet mein Papa nicht gut - er ist Zahnarzt) und hin und wieder trink ich mal ein Bier oder ein Glas Wein (dann macht sich mein Bruder immer Sorgen dass ich dem Alkohol verfalle). Ich kippe also schon sehr verschiedene Getränke in mich hinein und das ergibt einen sehr wilden Mix. Als meine Cousine zum Freundesabend vor ihrer Hochzeit einlud, haben meine zwei Cousins sich eine besondere Kante gegeben: sie haben bei dieser Party von ALLEN!!! verfügbaren Getränken (Milch, Säfte, Kaffee, Limonaden, Cola, Tonic,...) etwas in einem etwas größeren Glas zusammengemixt... das war sehr ekelhaft. Und zumindestens gekostet haben sie dieses Gebräu auch tatsächlich (ich erinnere mich düster, dass mein jüngerer Cousin ziemlichbleich kurze Zeit später auf dem WC verschwandt...).
Womit ich mir mein Gehirn fülle, das kann ich mir zu einem guten Teil auch aussuchen. Klar gibt es Dinge, die auf mich einprasseln und mich prägen, aber ganz entscheidende Dinge habe ich doch schon selbst in der Hand: Womit gebe ich meinem Leben Sinn, lebe ich verantwortlich mir und anderen Gegenüber?! Das, womit ich mich beschäftige und womit ich viel zeit verbringe wird mich in starkem Maße prägen und meine Gedanken bestimmen. Wenn ich mir jetzt nochmal diesen Mix meiner Cousins vor Augen führe und mir vorstelle, dass in meinem Kopf es oft genauso aussieht, dann erkenne ich, dass das so nicht weitergehen kann oder es droht eine toxische Vergiftung oder etwas anderes schlimmes. Ich kann zu Jesus gehen und ihn bitten, wieder Klarheit reinzubringen. In der Bibel steht im Johannesevangelium, dass Er lebendiges Wasser zu vergeben hat (Joh.7,37). Also kann Jesus meine Flasche wieder reinigen und dann ist wieder klares Wasser drin. Übrigens habe ich es selbst in der Hand meine Flasche aufzuschrauben oder zu zu lassen und nur außen spülen zu lassen: dann erscheine ich besonders fromm aber der Dreck innen drin ist unverändert (hab ich schon erwähnt, dass mir noch kein Mensch begegnet ist, der von sich ernsthaft behauptet hat, alles im Leben richtig gemacht zu haben!?). So und dieses "lebendige Wasser" ist gewissermaßen der Heilige Geist, der in mir und in dir wirken möchte, damit Gott groß rauskommt. Wenn der Geist Gottes seine Wirkung entfalltet, dann spült er alles raus, was nicht in die Flasche reingehört. Solche Grundreinigungen sind immer wieder mal dran, weil Cola und Cocktails und Tee und was weiß ich nicht noch alles einfach zu gut schmecken...
Und dafür haben wir Pfingsten: dass wir uns erinnern an das, was der Heilige Geist in uns ausrichten möchte!
Ich geh jetzt erstmal (Geschirr-)Spülen

3.6.06

Aufgabe erledigt!

Anknüpfen möchte ich bei meinem letzten Eintrag: mittwochs... Also ich war ja abends dann bei der Jugend meiner Gemeinde zur "Jugendstunde" (btw. wer hat sich den Begriff eigentlich ausgedacht?!). In der Bibel gibt es ja so ein paar Stellen, an denen verschiedene Sorten Christen sich verschieden reiben und das hat bisweilen wie wir spätestens aus der Geschichte wissen zu heftigen Auseinandersetzungen geführt. Manchmal passiert das leider heute immer noch, dass Christen aus verschiedenen Kirchen sich gegenseitig eins reindrücken und den Glauben absprechen - traurig aber wahr. Jedenfalls hatten wir einen Gastreferenten, der uns eine neue Sichtweise auf die Gnadengaben, die in der Bibel erwähnt werden, erschlossen hat. Das interessante war, dass dieser Mensch ursprünglich aus einer geschlossenen Brüdergemeinde kommt und jetzt in einer sehr offenen Baptistengemeinde zum Kreis der Gemeindeältesten gehört. Eigentlich sind für diesen Themenbereich (Heiliger Geist und seine Aufgaben und Wirkungen) gerne die Brüder und Schwetsern aus den charismatischen/pfingstlichen Gemeinden gefragt *g* und in sofern war das sehr spannend. Kurz,ich habe ein paar sehr zentrale Dinge an diesem Abend ganz neu begriffen: Wir Christen - jede(r) Einzelne - sind begabt. Gott stellt uns in Aufgaben. Jede Aufgabe ist eine Gabe. Die Bibel kennt Unmengen Gnadengaben. Gnadengaben sind Gaben, die aus der Gnade Gottes (Jesu' stellvertretender Tod am Kreuz) erwachsen.
Und noch etwas sehr wichtiges: Ich merke ganz oft, dass ich mit mir unzufrieden bin, weil ich meinen selbst(!)gesteckten moralischen Ansprüchen nicht gerecht werde und anfange auf andere zu schielen und anfange, mir ein Bild zu basteln, wie ich gerne wäre. Dieser Konflikt lähmt mich ganz oft und ich komme nicht dazu, Aufgaben, die Gott mir vor die Füsse gelegt hat, anzugehen. Wenn ich mich wieder bei diesen Gedankengängen erwische, werde ich mir jetzt wohl diese Jugendstunde ins Gedächtnis rufen: Gott möchte mich so wie ich bin (gebrauchen) - nicht so, wie ich mich gerne hätte. Ist das nicht bedenkenswert und absolut genial?!
In diesem Sinne wünsche ich allen LeserInnen ein gnadenreiches Pfingstfest und grüße ganz besonders mal alle, die nicht die gleiche Gemeindeprägung haben wie ich...