10.12.06

Andere Bilder

Bin heute von unserer jährlichen Jugendkreis-Wochenendfreizeit in Bobengrün zurückgekommen. Ganz kurzfristig war unser Referent krank geworden. Dadurch hatten wir plötzlich ganz viel Zeit und ich habe etwas gemacht, was ich Jahre nicht mehr gemacht habe - ich habe wieder gemalt. Und das tat unglaublich gut... Mehr mag ich gar nicht sagen, hier sind meine Bilder als Bilder:

4.12.06

Fastenzeit und Himbeeren im Dezember


Komische Überschrift, oder?! Da sind die Läden voll von Weihnachtsgebäck, Lebkuchen, Stollen und Plätzchen; auf den Weihnachtsmrkten duftet es nach gebrannten Mandeln und dergleichen und nach Gegrilltem und ich schreibe über meinen Eintrag "Fastenzeit". Wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, dann erinnere ich mich an nur wenige richtig schöne Tage im Advent - die meisten waren einfach nur Stress. Sicher ist das gegenseitige Besuchen und Backen und Plätzchenessen ne schöne Sache. Aber geht es darum in der Adventszeit? Manchen scheinen diese Gedanken vielleicht etwas ausgetreten, mich beschäftigen sie: In der alten Kirche war der Advent eine zentrale Fastenzeit. Einfach mal einen Gang runterschalten in der Geschäftigkeit, Zeit mit wirklich wichtigen Menschen und mit Gott verbringen, sich auf die Bedeutung von Weihnachten einstimmen. Das wünsch ich mir und euch.
Steht auch noch was von Himbeeren in der Überschrift. Wann habt ihr das letzte Mal in Deutschland am 1. Advent draussen im Garten oder Wald Himbeeren vom Strauch gepfluckt und gegessen?! Ich hab es gestern gemacht... schmecken zwar nicht so doll, aber nach Himbeere. Ich hoffe trotzdem, dass bald ein bisschen Winterlichkeit einkehrt in unserem Land. Die Tristheit und Grauheit des Spätherbstes wären dann schön zugedeckt...
Aber bis es soweit ist wünsch ich erstmal eine gesegnete Adventszeit!

18.11.06

Schnipp-Schnapp


Gestern war ich nun (für die Einladenden endlich) in Asbach im Thüringer Wald zur Jugendstunde. Meine Vorbereitungen fielen mal wieder viel zu kurz aus, weil ich ne Menge Telefonate genau da bekommen habe, wo ich gerade angefangen hatte mein Konzept auszuarbeiten... Mich begeistert schon seit längerem eine sehr kreative Methode, Bibeltexte zu erschliessen, indem man sich einfach mit denen folgendermassen auseinandersetzt: Der Text wird von Kapitel- und Verszählung befreit, ebenso von Überschriften usw. und anschließend in seine einzelnen Sätze zerlegt - im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist die Vorarbeit. Die lieben Jugendkreisbesucher in Asbach durften Markus 7, 1-23 wieder zusammenpuzzlen. Und dann haben wir die Texte wieder gelesen. Ich fand das genial, wie der Text neue Gewichtung bekam, ohne die Grundaussage zu verfälschen. Das zeigt mir mal wieder, dass Gottes Wort wirklich lebendig ist und eben nicht an Wert verliert. Mein Anliegen war, mal genau zu schauen, wo wir einfach nur leere Formen pflegen und Traditionen nachhängen. Warum machen wir etwas so und nicht anders? Ich erinnere mich noch gut, als ich eine ähnliche Methode bei einem Teencamp angewendet habe um die Leute mit dem Bibeltext sich auseinandersetzen zu lassen: da sollten sie den selber zerschneiden und anschliessend gewichten nach der Bedeutung, die dei Verse für sie persönlich haben. Ganz vielen in meiner Gruppe fiel das schwer, weil ja kein Vers der Bibel wichtiger sein kann als ein anderer... - kann eben doch sein, weil Gott mit jedem Menschen individuell redet und nicht jeder Vers zu jedem in gleichem Maße spricht. Ich habe gestern jedenfalls ne Menge über Gott und sein Wort gelernt. Und mir ist einmal mehr bewusst geworden, wie sehr wir Gott einschränken mit unseren ach so frommen Diskussionen darüber, welche Bibelübersetzung denn nun die beste ist. Ist das vielleicht auch eine Art von frommen Traditionen und Formen?! Gott spricht unterschiedliche Sprachen. Was ist wichtiger - unsere Entscheidungen, was gut, wichtig und richtig ist, oder das was Gott sagt?! Der Bibeltext sagt dazu was ganz deutliches. Das fordert mich neu heraus, darüber nachzudenken, warum und wozu ich was danke, sage und tue. Gott hat uns Menschen unterschiedlich gemacht. Das ist gut so. Nicht weil ich das so finde, sondern weil Gott das so gemacht hat!

11.11.06

Trüber November

Gerade wird es in meinem Rücken dunkler und dunkler. Dabei ist es hier erst kurz vor 15.00Uhr. Ich höre Musik von Jack Johnson und bin stolz, dass meine ersten selbstgesampleten Drumsounds im Netz stehen. Erstmal vorübergehend bei so nem Filehoster und ich muss mal sehen, wo ich die längerfristig parke. Nach und Nach will ich mein ganzes Schlagzeug samplen und für Steinbergs HALion & LM4mkII aufbereiten.

http://rapidshare.com/files/2900143/yPPses_Splashes.zip.html

Heute hat mein Neffe Linus seinen 7. Geburtstag undda werde ich dann auch bald zum Feiern zu meinem Bruder eine Etage höher gehen.
Und dann werde ich heute Abend noch einen Sprecher für meinen ersten Auftrag aus der Werbebranche aufnehmen: Ein Energiespardedektiv, der Standby-Geräte aufspürt. Nebenbei habe ich da erfahren, wenn man in Deutschland alle Standbye Geräte richtig ausschalten würde, könnten ganze zwei Kraftwerke abgeschaltet werden. Das find ich sehr bedenkenswert und deshalb hab ich auch bei mir gleich mal nach Standbye-Geräten geschaut und den Stecker gezogen...

Edit: Wenn das Zipfile bei rapidshare nicht mehr verfügbar ist, schaut mal hier nach: http://www.esnips.com/web/yPPse-Sounds
Dort werden auch meine zukünftigen Samples liegen...

6.11.06

NachTreFfen



So, Montag Vormittag. Zeit für einen neuen Eintrag hier an dieser Stelle. Am Wochenende war ich in Heimboldshausen, einem kleinen Nest im Werratal zwischen Heringen und Philippsthal. Dort sollte für die Mitarbeiter der Teeniefreizeit06 des Thüringer EC ein kleines Nachtreffen stattfinden. Also ging es Samstagmorgen los. Anika hat mich in Jena abgeholt und dann haben wir die Nadine in Weimar eingeladen und dann waren wir auch schon nach einer erzählreichen Fahrt vor Ort angekommen. Chrissi und Michél waren schon fleissig beim Kochen. Leider konnte unser sechster Mitarbeiter im Bunde nicht zu dem Termin: Tobi, wir haben dich vermisst!!! Die Zeit war gut gefüllt mit vielen Gesprächen über ne ganze Menge Sachen und es war richtig gut und intensiv. Nebenbei haben wir uns ein paar Gedanken gemacht, wie wir den Gottesdienst am Sonntag mitgestalten können. Bis zu unserer Ankunft in Heimboldshausen wussten wir ja noch nichts von unserem Glück, dass wir da mitwirken sollen. Zwischendurch waren wir auch noch ein paar Meter an der frischen Luft und sind eine kleine Anhöhe hoch spaziert, von wo man gut ins Werratal blicken konnte mit den ganzen Kaliindustrieanlagen und der Rhön bzw. dem Thüringer Wald im Hintergrund. Und dann haben wir uns Bilder der Teeniefreizeit angesehen. So ziemlich alle, die Michél zusammengesammelt hat - und das waren einige Gigabyte. Wann wir ins Bett sind hab ich mir erst am Sonntag sagen lassen...
Trotzdem zumindest wir Männers später aufgestanden sind als wir geplant hatten, war genug Zeit für ein gemütliches Frühstück und Zeit zum durchatmen vor dem Godi. Jule und Debbie, die bei der Teeniefreizeit mit gewesen sind, waren da und die ganze Familie von Debbie und noch einige andere, die ich vom Jugodi in Heringen noch kannte und es war einfach nur toll mit den ganzen Leuten. Der Gottesdienst war abwechslungsreich, aber irgendwie auch ein bisschen befremdlich, ein bisschen steif (aber definitiv nicht schlecht). Beim anschleissenden Gemeindekaffee kamen wir noch kurz mit ein paar Leuten aus der Werratalgemeinde ins Gespräch und haben uns sehr wohl gefühlt. Anika und ich sind dann noch zur Sparkasse spaziert während die anderen gekocht oder gepackt oder sich ausgeruht haben. das Essen war wie auch am Samstag sehr lecker und wir haben uns dabei wieder sehr ausgiebig und lang unterhalten. Auf der Freizeit war dafür nie so richtig Zeit und hier hatten wir die nun. Irgendwann war dann alles soweit und wir mussten uns schweren Herzens verabschieden: Anika ist weiter nach Marburg gefahren und wir anderen sind nach Arnstadt aufgebrochen, weil Chrissi und Michél dort den Gottesdienst in der LKG halten sollten. Nadine und ich sind in Arnstadt in den Zug umgestiegen und nach Weimar bzw. Jena gefahren. Mir ist es sehr schwer gefallen wieder in Jena zu anzukommen. Aber das ist ja oft nach solchen "Berg"-Erlebnissen. Mein Wochenendabschluss war dann noch ein sehr, sehr schönes Telefonat (DANKE dafür).

31.10.06

Anders

Hm, nun sitz ich also mal wieder hier. Draussen fängt es bereits ganz langsam an zu dämmern. Es ist, wie man am Datum unschwer erkennen kann, Feiertag - Reformationstag. Luther hat wohl an diesem Tag vor ein paar hundert-und Jahren ein paar theologische Thesen veröffentlicht und damit eine Art Revolution losgetreten, nicht nur bei den Christen und der Kirche. Wie nötig war das damals! Und wie nötig ist das heute!? Ich lese zur Zeit ein Buch von Adrian Plass (Lasst die Enten doch rückwärts fliegen), wo er das Markusevangelium auf seine Art und Weise kommentiert. Diese herausfordernden Gedanken auf der einen Seite und ich auf der anderen: Wieviel Veränderung habe ich noch vor mir!? Mir ist heute wieder einmal sehr bewusst geworden, wie wenig ich so lebe, wie ich denke, dass Jesus es gerne sehen würde - Zeit für Veränderung. Wie sehr ich mich um mich drehe, anstatt um Ihn - Zeit für Veränderung. Wie oft ich Freunde vernachlässige und nur in Anspruch nehme, wenn es mir nicht gut geht - Zeit für Veränderung. Und so könnte man die Liste beliebig fortsetzen. Ich werde jetzt jedenfalls noch bevor es dunkel ist, ein paar Minuten rausgehen und Luftschnappen...

23.10.06

WERTvoll oder vom Aufhören des Dauerns

Als ich gerade im Blog von Rebekka rumgestöbert habe, ist mir etwas eingefallen. Bei meiner Schwester hing einige lange Jahre ein Zettel mit der Aufschrift: "Wann hört es endlich auf zu dauern?". Spannende Aussage wie ich finde, weil das in meinem Leben immer wieder so ist - und ich bin eigentlich ein sehr geduldiger Mensch (schreibt in den Kommentaren nichts falsches!!). Dann kam mir im Frühjahr diesen Jahres eine sehr schöne Karte in die Hände, eine Einladung, auf der stand: "Endlich hört es endlich auf zu dauern!" - Es war die Hochzeitseinladung meiner Schwester.
Wie oft zeigen wir Menschen, die uns wichtig sind, dass sie uns wichtig sind?! Wie oft sagen wir ihnen, dass wir sie lieben, dass sie wertvoll für uns sind?!
Kurz vor der Hochzeit habe ich ein Lied geschickt bekommen. Silbermond "Das Beste". Ich habe mir das angehört und dachte nur: Hammer!! Dieser Text hat mich voll bewegt, und das nicht nur, weil das ne Frau singt ;) ...
Und plötzlich viel mir die Hochzeit meiner Schwester wieder ein. Also eine Freundin - Tabea - hier in Jena angerufen, die gerne und sehr schön singen kann, ob sie bereit wäre im Traugottesdienst dieses Lied zu singen. Ich habe mich ans Klavier gehockt und geübt. Dann kam der Augenblick und dieses Erlebnis werde ich nicht so schnell vergessen. Es war eine ganz seltsam feierliche Stille nach dem letzten Ton. Alle waren sehr gerührt.
Später, beim Empfang vor der Kirche. Eine ältere Frau kommt auf Tabea zu: "Also das Lied war ja so toll, es hat mich richtig bewegt und mir viel ein, wie selten ich das meinem Mann gesagt habe. Und da hab ich es gleich in der Kirche nach dem Lied getan und hab ihm gesagt, es ist schön, dass es dich gibt. Danke für dieses Lied!" So etwa war das.
Und ich erinnere mich sehr gerne an dieses Erlebnis, es wird eine dieser kleinen Begebenheiten sein, die einen das Leben lang begleiten.



P.S.: Die Hochzeit war am 24.08.'06 und ein paar Bilder werde ich bei Gelegenheit nachreichen...

19.10.06

Manchmal...


... muss man lange auf den ersehnten neuen Beitrag warten, ganz wie im richtigen Leben. Und Warten ist nicht immer schön, manchmal sogar sehr anstrengend. Seit dem letzten Eintrag hat sich bei mir nicht viel getan. Ich habe einige Termine gehabt, die zum Teil sehr anstrengend waren und so sehen auch die nächsten Wochen aus. Letztes Wochenende war ich in Heringen mit dem Uhbeck und dem Kai und wir haben dort mit dem Chrissi (der macht dort FSJ) zusammen einen Jugendabend msuikalisch umrahmt. Das war recht lustig, weil wir vorneweg nicht wirklich die Möglichkeit zum Proben hatten, nur der Uhbeck und ich haben mal ne Stunde zusammen die Lieder durchgespielt und dann hatte ich mit dem Chrissi noch bei einem Seminar zwischendurch etwas Zeit die Lieder zu üben. Ich hab diesmal Gitarre gespielt und etwas Backings gesungen. Irgendwie fehlt mir schon ne feste Band, das merk ich immer wieder. Trotz der fehlenden Überei hat der abend doch ein bisschen Spass gemacht und die Sachen haben auch ganz gut geklappt. Am Samstag war dann "Gremientag": mein erstes Mal auf der Vertreterversammlung der ejth (Evangelische Jugend in Thüringen). War halt eine übliche Gremiensitzung - man erfährt vieles, was man nicht wissen muss, aber es wird gesehenob man da ist oder nicht. Soviel erstmal zu meinen letzten Tagen. Bis es wieder was Neues gibt.

26.9.06

Herbst


So, nun ist es wohl soweit: der Herbst hat uns. Die schönen warmen Sommertage sind vorbei, es wird kühl. Die Sonne weicht trübem, nebeligem und regnerischem Wetter. Und so wie es draussen langsam aber sicher unangenehmer wird, fange ich auch mal wieder mit der Grübelei an. Manche sagen, dass das die Quarterlifecrisis ist. Keine Ahnung. Aber so schlimm ist das ja auch wieder nicht. Bilanz zu ziehen ist immer mal wieder gut, weil mir das ja zeigt, wo ich gerade stehe. Und bisher hab ich ne Menge erlebt und viel Erfahrungen sammeln dürfen. Ich weiß wieder ein Stück mehr wo ich hin möchte, wie mein weiterer Weg aussehen kann. Einerseits ist das sehr herausfordernd und auch ein bisschen beängstigend, aber auf der anderen Seite weiß ich, dass es ne ganze Reihe lieber Menschen gibt, die für mich beten und ich weiß, dass ich vor Gott nicht das sein muss, was ich gern wäre, sondern, dass er mich einfach so liebt wie ich bin und er mit mir geht. Das ist doch sehr beruhigend...

19.9.06

Tag 7 (und 8)



So gegen 6.30Uhr steigt mir ein unerträglicher Geruch von heissem Fett in die Nase - es gibt nettere Arten geweckt zu werden: einer von den Veranstaltern bereitet eine Etage tiefer wiedermal ein originales English Brechfest vor. Während ich noch so vor mich hindöse und versuche die letzten Minuten in der Horizontalen zu geniessen, stelle ich mir schon mal vor wie schwarz der Toast, die Würstchen und der Schinken sein müssen... Um Sieben gehen wir dann so nach und nach in Richtung Frühstück und/oder erstmal WC. Mir ist der Appetit sowieso schon vom Geruch vergangen und so krame ich mir nur einen Beutel Grüntee aus dem Rücksack und begebe mich zu den Bandkollegen. An diesem Morgen erfahre ich auch, dass man hier das "u" in "cup" nicht einem deutschen "a" ähnlich ausspricht sondern tatsächlich wie ein deutsches "u" - Als ich nach einer Tasse fragte wurde ich nur verständnislos angestarrt bis es dann bei meinem Gegenüber klick machte und er meinte: "Ah, you want a cup..." (ausgesprochen: kupp). Man lernt nie aus. Das Breakfast ist tatsächlich schwärzer als ich es erwartet hatte und sah grauenvoll aus - wie das manche trotzdem runterwürgen konnten ist mir ein Rätsel. Wir packen den Bus, es ist ein richtig nasses Inselwetter und dann fahren wir in den Süden von Wales, wo wir auf einem OpenAir Festival spielen werden. Den Rest dazu denken wir uns einfach erstmal nur. Die Lnedschaft ist doch recht schon, wenn man mal was sieht - die Wolken hängen sehr tief oder es regnet dermassen stark, dass man aufgrund des Regens nichts sieht. So gegen 14.00 sind wir dann westlich von Cardiff in einem kleinen Nest in unmittelbarer Nähe zu Neath. Neben einem Rugbyplatz ist eine Bühne Marke Eigenbaugerüst aufgebaut und mit allerlei Planen notdürftig gegen den Regen gesichert, von der "Anlage" reden wir besser nicht. Es ist erstaunlich mild aber halt nass und sehr windig. Imbissbuden sind auch da und verbreiten schon mal Duft nach gebratenen Zwiebeln und Fleisch. Nachdem der Wind dann auch noch erfolgreich die Bühne entdacht hat gehen wir erstmal zurück zu unserem Bus und warten dort die weitere Entwicklung ab. Und nebenbei fragen wir uns, warum wir schon so zeitig da sein sollten. Nach etwa 1,5h warten erreicht uns dann die freudige Nachricht, dass das Festival in das Clubhaus verlagert wird: klein und gemütlich wird es werden. Also Bus ausladen und den ganzen Kram zum Backstagebereich tragen. und kurz darauf geht es schon los mit den uns begleitenden Bands und noch ein paar anderen. Eine Band fällt aus und so spielen wir dann doch etwas eher und länger. Der letzte Auftritt ist nochmal so richtig cool, es macht Spass und rockt so richtig. Danach gibt es noch ein Abschiedsfoto mit den Jungs von FTDOR und Through Solace und dann schichten wir uns schon in den Bus um durch die Nacht zurück nach Stansted zu fahren wo unser Flieger nach Altenburg um 9.50Uhr starten soll. Diesmal haben wir Platz im Bus und können so ein wenig schlafen. Tag 8 beginnt mit einem Ständchen für Richard, der nämlich Geburtstag hat und uns fährt. Unzählige meilen und Kaffee-Stops später sind wir im Morgengrauen in Stansted und nutzen nochmal das freie W-Lan um uns ein bisschen zu bilden, was in der Welt so abgegangen ist, während wir ahnungslos durch die große britische Insel gefahren sind. wir leeren alle unsere Getränke und verteilen unser Gepäck. Natürlich gibt es Probleme mit dem Handgepäck, weil in GB andere Maße als im Rest der Welt gelten. Die Kontrollen passieren wir ohne Probleme und da wir ganz brav zeitig beim Einchecken waren dürfen wir auch mit als erste an Bord und ergattern auf diese Weise auch mal ein paar Fensterplätze. Start verläuft problemlos und schon bald sind wir über den Wolken und geniessen die Sonne, dann beim Landeanflug einen herrlichen Blick auf das Mitteldeutsche Land westlich und südlich von Leipzig und schon setzen wir auf der Rollbahn in Altenburg-Nobitz auf. Martin und ich laufen die Autos holen, wir teilen unser Gepäck wieder zurück und machen noch ein Abschlussfoto, dann steigen wir ein und fahren erstmal nach Hause zum schlafen.
FAZIT: Es war ne sehr coole Erfahrung und eine schöne Zeit. Einzig ultranegativ in Erinnerung wird mir das "Essen" bleiben...

18.9.06

Tag 6



So gegen kurz nach 7.00 a.m. werden wir durch lautes piepen mehr oder weniger aus dem Schlaf gerissen: ein Blick zur Decke und dort blinkt auch schon der Rauchmelder. Hm, irgendwie will keiner von uns in Panik verfallen und so ziehen wir uns erstmal an, greifen unsere Zimmerkarten und spazieren zum Fluchtweg und nach draussen. Dort treffen wir auf die ganzen anderen Hotelbewohner, die teilweise wirklich im Schlafanzug oder Nachthemd und barfuss in der frischen, morgendlichen Luft bibbern. Nachdem die Feuerwehr die Lage gecheckt hat dürfen wir wieder rein und packen unsere Sachen. Richard will heute zeitiger losfahren weil wir eine recht weite Strecke vor uns haben. Es geht in die Nähe von Birmingham und unterwegs wollen wir nochmal im "West Riding" in Huddersfield vorbeifahren und die vergessene Jacke von Through Solace' Rob abholen. Während die Briten den Bus wieder bepacken gehen wir nochmal zum Tynes und betrachten die Brücken und erfreuen uns auch an der restlichen Architektur. Dann gehts auf die Autobahn und gleich machen wir einen kleinen Abstecher um uns eine Stahlskulptur anzusehen: den "angel of the north". Dann gehts Kilometerschrubben los und nach dem Zwischenstop in Huddersfield kommen wir abends in Kingswinford im dortigen Christian Centre - der einzige fromme Veranstaltungsort der ganzen Tour. Die kleine Show die sich gleich anschliesst ist sehr spassig, weil wir alles mitten im Raum aufgebaut haben und die Konzertbesucher um uns herumtanzen können. Nach der Show gibt es für alle Fish & Chips mit Sausage. Zum Glück hab ich mir angewöhnt in den ganzen Fastfood Imbißständen immer mal ein Salztütchen einzustecken und so können wir das Essen wenigstens etwas salzen. Fettig ohne Ende ist es sowieso. Ein Teil von uns geht dann noch in den gegenüberliegenden Pub und unser Techniker versucht erfolglos eines der vorhandenen W-Lan Netze dazu zu überreden, uns ins weite, weite I-Net zu lassen. Da wir am folgenden Morgen um 7.00Uhr frühstücken müssen um Mittags dann in Südwales zu sein gehen wir recht bald schlafen - alle in einem großen Jugendraum über die Sofas ausgebreitet.

8.9.06

Tag 5

Nach einer doch recht erholsamen Nacht in beengten Verhältnissen gab es ein leckeres Frühstück nicht englischer Art und nach ein paar Stunden waren dann auch alle durchs Bad geschleusst und wir sind noch beim um die Ecke liegenden Supermarkt ein paar frische Sachen kaufen gegangen, weil Obst und Gemüse sieht man auf Speisekarten unserer Imbissbuden nie... Dann sind wir alle in die Busse geklettert und haben uns auf die Fahrt nach Newcastle eingerichtet. Der Gig war mal wieder kurzfristig vom Promoter gecancelt worden, weil angeblich das Venue ausgebucht sei. Wir entschieden uns aufgrund unserer Erfahrung in Huddersfield es trotzdem zu probieren und dort selbst nachzufragen. Antwort: kein Problem, ihr könnt spielen!
Der Tank unseres Fahrzeugs war bedenklich leer und keine Tankstelle zu sehen und genau wo sich die Autobahn nach Edinburg und in Richtung Süden teilt, blieb unser Bus stehen. Immerhin hat der Richard den Bus noch auf den Sicherheitsstreifen lenken können. Aussteigen und Bus ein paar meter weiterschieben war angesagt und dann ganz an den Rand hinter die Leitplanken gehen und warten, bis die Belgier mit einem Reservekanister voll Diesel zurückkehren würden. Natürlich hatte uns die Strassenaufsicht mit ihren Überwachungskameras sofort entdeckt und nach wenigen Minuten war auch schon ein Einsatzwagen bei uns. Die Herren waren aber sehr nett und haben uns nur über die Sicherheitsvorschriften aufgeklärt - in D wäre das alles sicher sehr teuer gekommen... Dann ging die Fahrt weiter und wir kamen wohlbehalten in Newcastle upon Tyne an - früh genug um wieder auf Promotour in eigener Sache durch die Stadt zu laufen. Newcastle hat einen schon deutlich angenehmeren Eindruck auf uns gemacht, vielleicht lag es auch am schönen Wetter und deutlich weniger extrem übergewichtiger Personen... Als wir zurück am "The Dog and Parrot" waren stellten wir fest, dass doch zwei lokale Bands den Pub gebucht hatten und nach einer kleinen Unterhaltung meinten die und wir: okay, spielen wir alle kürzer und lasst uns einen schönen Abend haben. Obwohl die Gesangsanlage eigentlich ne echte Krücke war gab es einen beeindruckend guten Sound und wir hatten viel Spass auch mit den Jungs von den lokalen Bands, die interessanter Weise besonders von uns (Saphena) beeindruckt waren. Abends sind wir wieder in eine TravelLodge eingecheckt - die war deutlich ordentlicher und hat auch gleich 10 Pfund Sterling mehr pro Nacht und Zimmer gekostet. Während ein Teil der Band nochmal losgezogen ist um ne Kneipe zu finden bin ich dann doch schon in mein Bett gekrochen. Ne Kneipe haben sie natürlich nicht gefunden weil es ja ab 23.00Uhr nichts mehr zu trinken gibt und die Pubs auch schliessen.

7.9.06

Tag 4



Nach einer erholsamen Nacht gab es wieder einen leckeren grünen Tee zum Aufstehen und nach dem Packen der Sachen nochmal zurück zum West Riding, weil der eine Gitarrist von Through Solace seine geliebte Jacke im Pub vergessen hatte. Der Laden war aber zu und so entschieden wir uns nach Glasgow weiterzufahren und auf dem Rückweg nochmal in Huddersfield vorbeizuschauen und die Jacke mitzunehmen. Die Fahrt war lang, lang, lang. Zum Glück entschädigte die stellenweise sehr beeindruckende nordenglische bzw. schottische Landschaft. Relativ spät kamen wir dann auch in Glasgow an und die Suche nach dem Veranstaltungsort gestaltete sich trotz Navi recht kompliziert. Kaum am "13th note" angekommen, begann es erstmal schottisch zu regnen. Alle Sachen ausgeladen und erstmal im Club gewartet. Dann sind wir, weil wir ja noch Zeit hatten bis die Show starten sollte, ein bisschen durch die City spaziert weil es gerade wieder nicht regnete. Glasgow ist ziemlich hässlich, abgesehen vom sehr schönen viktorianischen Central Station. Endlich habe ich dort im Zeitschriftenladen die Zeitung entdeckt, nach der ich schon seit der Landung in Stansted gefahndet habe. Dies bringt mich gleich zu einer Eigenart auf der Insel, die uns Deutschen echt zu schaffen gemacht hat: in jedem Geschäft gibt es ständig irgendwelche "buy 2 get 3", "buy 1 get 1 free", buy x get y cheaper" usw. Als unerfahrener Touri wird einem das Geld nur so aus der Tasche gezogen und man kauft ständig mehr als man eigentlich möchte und Dinge, die man eigentlich gar nicht will, weil sich dann der hohe Preis wieder etwas relativiert... So habe ich zusätzlich zu dem ComputerMusic Mag noch eine Flasche Energydrink gekauft, weil die dann nur noch die Hälfte gekostet hat. Sehr seltsam, aber halt freie Marktwirtschaft.
Zurück am Club angekommen spielte gerade der Local Support und wir haben uns teilweise das angehört und teilweise sind wir auch wieder vor den Pub gegangen um den Rauchern Gesellschaft zu leisten und das schottische Regenwetter zu geniessen (es goss wieder wie aus Kannen). Nachdem unsere Wales-er Jungs und die Belgier gerockt haben sind wir auf die "Bühne" und da hat der Andi erstmal beinahe Robs Gitarre zerlegt, als er auf ihn draufsprang und kurz darauf hat sich der Andi den Kopf an einer Ecke einer Monitorbox sehr Heftig gestossen und bekam eine große Beule. Der Auftritt war für mich ganz cool, die anderen haben den glaub ich in nicht soooo guter Erinnerung. Da im Vereinten Königreich ja noch die Sperrstunde existiert, waren wir um kurz nach 23.00Uhr mit allem fertig und konnten den Minibus beladen und danach ging es auf direktem Wege in die kleine Wohnung des Veranstalters Dave: 17 Leute in einer ca. 40qm Wohnung. wir haben überal gepennt: im Flur, in der Küche und natürlich im Wohn und im Schlafzimmer. War sehr lustig. Dies war der Tag4.

6.9.06

Tag 3

Dank eines Wasserkochers auf jedem TravelLodge-Zimmer steht einem Grünen Tee nach dem Aufstehen nichts im Wege. Derweil alles gepackt und schon ne halbe Stunde später stehen wir alle draussen und beladen das Dach den Busses. An diesem Tag geht es nach Huddersfield, einem mittelgroßen Ort zwischen Manchester und Leeds gelegen. Nach der üblichen ehrenrunde um den Ort des Geschehens haben wir dann auch nen Parkplatz und gehen gut gelaunt ins West Riding - so heisst der Pub wo wir spielen werden. Luke hat während dessen eine SMS bekommen, wo der Promoter der Show einfach mal das ganze Ding absagt. Die Leute von der Bar sind auch etwas verwundert, weil der Promoter sich nicht nochmal gemeldet hat. Wir stehen da so rum und unterhalten uns auf deutsch und plötzlich meint die Bardame: "Ey, woher kommtn ihr?!". Wir sind verdutzt, sie ist es auch und zu unserer Freude stellen wir fest, dass sie die letzten zwei Jahre in Jena gelebt hat und davor in Weimar. Äxxie und ich sind ja auch beide aus Jena. Sie schlägt einfach so vor ihren Chef zu fragen und das Ding auf eigene Faust durch zuziehen. Also schnell nen Flyer gemalt, zum Copyshop gerannt und dann durch die Stadt um Leute einzuladen. Alex, die deutsche Barfrau geht mit uns durch die Stadt und zeigt uns alles wichtige und die guten Bars und Cafés. Dann noch schnell in dem einen Pub etwas zu Abend gegessen und dann zurück zum West Riding. Dort sind auch schon die Kollegen und wir laden aus und bauen auf. der Abend wird sehr schön: Das Spielen macht Spass, wir bekommen ein Freigetränk pro Mann und drei große Pizzen - das ist eigentlich nicht üblich. Dem Pubbesitzer gefällt der Abend und auch allen anderen Anwesenden. Danach gibt unser Fahrer, der Richard, auch noch ne Runde und wir haben Spass und Tanzen und ein Brite kippt stockblau vom Barhocker und erschlägt mich fast dabei...
Dann laden wir alles ein und verabschieden uns von den lieben Leuten und fahren wieder in eine TravelLodge. Ne angenehme Dusche und dann fallen mir auch schon die Augen zu...

5.9.06

Tag 2



Um 8.00a.m. sind wir dann aus den Betten und haben uns eine Dusche gegönnt, die Sachen wieder zusammen gepackt und dann wieder ins gleiche Restaurant wie am Abend zuvor zum Frühstücken. Wir haben uns alle das originale English Breakfast gegönnt um gleich mal voll durchzustarten. das lag uns dann echt schwer im Magen bis ungefähr abends. Nach dem Frühstück haben wir uns den Rest von Saffron Walden angeschaut, den wir noch nicht gesehen hatten, z.B. den Park, sogar mit Irrgarten, wie es sich gehört. Dann haben wir weiter im Youth Hostel auf die Jungs aus Wales gewartet, die uns abholen wollten und dann am Nachmittag auch eintrafen, mit einem recht alten Minibus. 14 Mann in einem Kleinbus + Backline (Instrumente, Amps und Schlagzeug) + persönliches Gepäck aufs Dach. Und nachdem das beladen geklappt hatte sind wir dann nach Northhampton gefahren um dort im Race Horse unseren ersten UK-Gig zu spielen. Am Pub angekommen haben wir erstmal die Belgier von "for the day of redemption" kennen gelernt. Wir durften immer als Letzte spielen und so sind wir nach dem Soundcheck erstmal wieder Burgeressen gegangen und ein bisschen Stadtanguggen, aber besonders viel gabs nicht zu sehen. Zurück im Club spielten gerade die lokalen Supporter und dann unsere Kollegenbands. Die Show war okay, ein bisschen wenig Publikum, aber Spass gemacht hats trotzdem. Dann haben wir wieder alles geladen und sind in unsere Unterkunft gefahren: eine TravelLodge (so ein Billighotel). schön geduscht und ne kleine Runde ins Internet... das war der zweite Tag.

I am back!!!


Wie schnell der Sommer doch vergehen kann... Ich habe gestern gesehen, dass mein letzter Eintrag hier schon bald einen Monat zurück liegt. Und seit dieser Zeit hat sich soviel verändert und habe ich ganz viel erlebt. Deshalb gibt es jetzt auch immer mal wieder was zu lesen.
Anfangen will ich mal mit der letzten Woche, wo ich mit einer befreundeten Band eine Woche über die größere der britischen Inseln getourt bin. Zur Vorgeschichte: Den Schlagzeuger der Band kenne ich schon viele Jahre und wir haben hier in Jena oft bei Jugendgottesdiensten gemeinsam in der Band gespielt und irgendwann vor drei oder vier Jahren fragte er mich, ob ich ein halbes Jahr bei ihnen vertretungsweise Bass spielen könnte. Das hab ich dann gemacht und meine erste Auslandserfahrung als Musiker gesammelt, damals in den Niederlanden. In der ganzen Zeit bis jetzt habe ich immer mal wieder ausgeholfen, wenn es gepasst hat und im Juni rief er mich der Äxxie wieder an und fragte mich, ob ich Lust auf eine UK-Tour Ende August hätte. Ich habe meine Termine gecheckt und konnte zusagen. Das Songmaterial war mir noch ganz gut vertraut und so reichten zwei Proben aus um die mir neuen oder nicht mehr ganz so sicheren Sachen drauf zu haben.
Am 27. 08. war es dann soweit: früh aufstehen, den Äxxie abholen und nach Altenburg-Nobitz zum Flugplatz fahren um dort die anderen Bandmembers zu treffen und dann gemeinsam ins Flugzeug zu steigen. Equipmentmässig kamen nur die Gitarren, der Bass, Fussmaschine und Becken mit, alle andere Backline wurde von der Band aus Wales, die uns eingeladen hatte, gestellt. Neben uns (Saphena) und der Band aus Wales (Through Solace) tourte mit uns noch eine belgische Band (For The Day Of Redemption). Für mich war es das erste Mal fliegen überhaupt und somit war es schon ein bisschen spannend. Der Altenburger Flugplatz ist schon ein sehr lustiges kleines Ding - es fliegt einmal am Tag eine Maschine nach Stansted. Einchecken ging alles problemlos und auch der Flug war entspannt. Das einzige, was uns genervt hat war dieser Kaffeefahrtcharakter: billiges Ryanair-Ambiente und ständige brabbelnde Stewardessen mit spanischem Akkzent, den keiner versteht und ständig irgendwelche Kaufangebote vom Rubbellos über Snacks bis zum Eau de Toilet. Ursprünglich sollten wir auf dem Greenbelt-Festival am selben Tag noch spielen, aber das hatte irgendwie nicht mehr geklappt und so bestellten wir uns zwei Taxi um nach Saffron Walden zu fahren, wo wir eine Jugendherberge gebucht hatten (Busse fuhren an diesem Tag irgendwie nicht). Dort mussten wir über zwei Stunden warten, bis wir rein konnten und wegen unseres vielen Gepäcks ging das auch mit Stadtbummel nicht so wirklich. Glücklicherweise hatten wir schönes Wetter. Nachdem wir dann unseren Schlafsaal in dem über 600 Jahre alten Gebäude bezogen hatten, sind wir erstmal Abendbrotessen gegangen in die "Stadt". Irgendwo fand sich ein halbwegs billiges Restaurant wo wir dann Chickenburger & Chips gegessen haben. Halbwegs billig, weil in UK ist NICHTS billig. Wir hatten irre viel Spass mit den zig verschiedenen Saucen, die man sich über das Essen giessen konnte: braune Sauce, Majo, Ketchup, Englischer Senf, Französischer Senf, Salat Remoulade, Pfefferminzsauce... Danach sind wir noch ein bisschen durch Städtchen gezogen und haben uns die niedlichen verwinkelten kleinen Häuschen angeschaut. Zurück im Youth Hostel haben wir uns in den Garten gesetzt und den abend genossen. Dieser ertse Tag war echt Urlaub.

7.8.06

Huhu!

Dieser Eintrag dient eigentlich nur dazu, dass hier mal wieder was steht und ihr lieben Leser lesen könnt, dass ich noch lebe. Die letzten Wochen waren einfach irre vollgestopft und deshalb bin ich nicht zum bloggen gekommen. Aber das wird sich wieder ändern...
bis dahin,

7.7.06

Was soll man(n) schreiben, wenn...

... es gerade nichts weiter interessantes zu berichten gibt
... das Leben einfach so weitergeht
... es einfach sehr drückend warm ist und ich keine Lust zum schreiben habe
... man sich nicht mal nen (grünen) Tee kochen kann, weil das Wasser ohne Warnung abgestellt wurde

Egal, da ich weiß, dass es ein paar Leser gibt, die ganz dringend einen Eintrag erwarten, habe ich mich entschlossen heute mal wieder etwas zu schreiben über die Sachen, die ich in den letzten Tagen erlebt habe.

Letzten Sonntag bin ich spontan mit ein paar Freunden und meiner kleinen Schwester nach dem Gottesdienst an die Hohenwarte-Talsperre gefahren und wir haben dort das Wetter in vollen Zügen genossen: In der Sonne braten und zum Abkühlen ins Wasser (das war wider Erwarten sehr angenehm von der Temperatur her, so dass man auch richtig lange drin bleiben konnte). Am Montag habe ich dann mit meinem Bruder mein "neues" Auto weiterbauen wollen. Da war der Kuppöungsbelag total fertig und die Kupplung ist gerutscht. Eigentlich kein großes Ding - bei einem Toyota Corolla Tercel 4WD schon: Um an die Kupplung ranzukommen muss man Motor incl. Getriebe ausbauen (und das ist wegen dem Allrad halt sehr viel größer).
Irgendwie haben wir das alles hingekriegt, doch als mein Bruder letzten Samstag nach dem Zusammenbauen den Wagen starten wollte, hat der nicht gezuckt. Am Montag haben wir die peinliche Erkenntnis gehabt, dass die Batterie einfach mal kaputt war *ggg*. Naja, jetzt fährt der Wagen wieder ganz brav und was noch zu tun bleibt sind ein paar kleine roststellen zu bearbeiten, was ich gestern auch soweit fertig gemacht habe. Ich werde erstmal mein altes Auto weiter fahren. das hat noch ein Jahr TÜV und solange kann das die Strassen und Wälder unsicher machen...
Am Mittwoch hatten wir in unserer Studenten/Jugendgruppe unser Sommerfest bzw. Semesterabschlussparty. Wieviel Leute da waren weiß ich gar nicht so genau, weil ich mit dem Grillen von diversen Fleischgerichten beschäftigt war. War aber ein ganz schöner Abend.
so, das wars erstaml bis zum nächsten Eintrag.

29.6.06

Badetag



Manchmal, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt muss man mal raus. Der Paukenmann - also der Kai - hatte am Dienstag sein Vordiplomskonzert. Hat er super gut bestanden und da wir schon lange nichts mehr groß zusammen uneternommen haben, stand der Plan baden zu fahren. haben wir dann trotz des kühlen Wetters gemacht und waren tatsächlich auch im Wasser. War ein schöner Tag mit netten Menschen (die dritte Person im Bunde war meine Schwester Anno). Und hier ein paar Bilder


24.6.06

"Was ist deine grösste Angst?"

Gestern habe ich mich nach einem nervernzermalmenden Tag auf den Weg nach Arnstadt gemacht, um dort die Jugendstunde thematisch zu gestalten. An dieserStelle möchte ich die gesamte Arnstädter Jugend grüßen - ein paar werden diese Grüße sicher auch lesen und ihr könnt das den anderen dann ja gerne weitersagen. Die Autofahrt ging viel zu glatt, und so bin ich doch eher als ich dachte da gewesen: total erschöpft und geistig breit. Dummerweise hatte ich den Tag über nichts groß gegessen (und es gab leider auch nix zu essen) so dass mich das auch nicht gerade stimmungsmässig auf vordermann gebracht hat. Ich hatte mir verschiedene Einstiegsmöglichkeiten überlegt und bin dann doch (wovor ich mich schon gefürchtet habe) den "heissen Stuhl" gewählt: jeder Anwesende darf mir eine Frage stellen und ich muss diese Frage beantworten. Spielregeln: es darf ALLES gefragt werden (es gibt keine dummen Fragen) und ich MUSS antworten, es sei denn ich weiß es wirklich nicht. Ich war überrascht, wieviel verschiedene Fragen kamen und das keine einzige davon peinlich war. Eine der Fragen lautete: "Wovor hast du am meisten Angst?". Ich glaube zu wissen, wer mir diese Frage gestellt hat - das wiederum hat mich innerlich auch aufgewühlt: soll ich jetzt ganz ehrlich sein oder ein bisschen abblocken und um den heissen Brei drumherum reden? Wieviel will ich jetzt von mir preisgeben etc.
In meiner kurzen Denkpause habe ich festgestellt, dass ich mir schon lange keine Gedanken darüber gemacht habe, was mich grundlegend ängstigt. Meine Zukunft ist mir erschreckend egal, meine Vergangenheit ist eh vorbei und in der Gegenwart bleibt mir nichts anderes übrig als zu leben. Und doch ist da eine existentielle Angst: die Angst davor, allein zu sein - Einsamkeit. Manchmal denken Leute von mir, dass ich ein oberflächlicher Out-Going-Typ bin und sind dann verwundert, wenn sie mitkriegen, dass ich eigentlich ein Stück anders bin. Ich brauche keine Massen um mich herum - aber ich brauche ein paar Menschen um mich, die ich liebe und die mich lieben. Dass Gott auch da ist und mich nicht verlässt weil er mir das versprochen hat, das weiß ich ganz sicher. aber es gibt eben auch den yPPse, der ein soziales Netz braucht: Freunde, Familienmitglieder (und die Freundin!). Dass diese Beziehungsgeflecht mich nicht retten kann ist mir klar, aber ich bin trotzdem drauf angewiesen und die größte Angst ist, dass das zerbricht.

Und aktuell hab ich wahnsinnige Angst, dass ich die Person, die ich liebe, verliere...

21.6.06

viel zu lautes Schlagzeug (Teil II)


und weil es so schön war, gibt es jetzt den Teil zwei zum lauten Schlagzeug für alle Equipment-Junkies. Meine Snare als Herzstück hab ich ja schon vorgestellt, heute kommt der Rest des Sets: Ich spiele ein Pearl Masters Studio mit den Kesselgrößen: 24"x18" Kickdrum; 8"x7" Tomaus der Session Studio Serie; 10"x8" Tom, 12"x10" Tom, 14"x12" Tom, 15"x13" Tom. Dazu gibt es manchmal noch ein 18"x16" StandTom, welches ich mal als "jungle-bass-drum", mal regulär als StandTom verwende. Die Studioserien von Pearl haben Kessel aus Birke, welches einen knackigeren bis harten Klangcharakter bietet. Alle Kessel bis auf die der 14" und 15" Toms haben eine etwas dickere Kesselwandstärke und keine Verstärkungsreifen (14" & 15" Toms haben das). Das liegt daran, dass ich das Set zu unterschiedlichen Zeiten erweitert habe und Pearl mit den Wandstärken und mit/ohne Verstärkungsringen variiert hat. Als Spannreifen sind überall (natürlich abgesehen von der Kickdrum) normale Stahlspannreifen drauf. Fellmässig hab ich auch viel ausprobiert und variiert und bin bei der Kickdrum jetzt bei einem modifizerten REMO Powerstroke4 Schlagfell mit EVANS AF Patches (kleine runde Aufkleber aus Aramid Fibre - dieses Material wird in schusssicheren Westen verarbeitet - um den Aufschlagclick des Bassdrumschlegels richtig laut zu machen) und einem REMO Powerstroke3 als Resonanzfell (ohne Loch). Ein kleines Kissen ist auch noch in der Kickdrum drin.
Damit ist der Sound sehr kontrolliert, mit viel Tiefbass und Klick. Die Toms sind allesamt mit REMO Diplomat als Resonanzfelle ausgestattet, welche ich etwas höher als die Schlagfelle stimme. Die Schlagfelle sind bei den kleineren Toms REMO Emperor und bei den größeren Powerstroke4. Beim nächsten Fellwechsel werden überall Emperor draufkommen, oder wieder weiß-aufgerauhte Ambassador - mal sehen. Das Standtom hat wiederrum eine Kombination aus Powerstroke3/4 drauf, das mach sich bei den Kesseldimensionen einfach leichter mit dem Stimmen. Zusätzliche Dämpfung auf den Toms kommt nicht zum Einsatz.

Als zweite Snare habe ich im Set eine Mapex BlackPanther 14"x3,5" Snare mit einem Kessel aus Phosphorbronze integriert. Den original Snareteppich habe ich auch gegen einen von Sonor ausgetauscht, allerdings kommt hier auch ein Modell aus Bronze zum Einsatz und nicht wie bei meiner Hauptsnare aus Messing. Fellmässig ist die Snare ganz klassisch bestückt mit einem Diplomat SnareResoFell und einem Ambassador weiß-rauh (zur Zeit ein entsprechendes Modell von RMV).

Die Hardware (oder auch das "Heavy Metal", wie ich zu sagen pflege), ist auch größtenteils von Pearl. Mein erster Beckenständer war von Dixon, meine zweiter von Pearl. Ab da war mir klar, dass man auch bei der Hardware nicht sparen darf, sonst vergeht einem bald die Freude am trommeln, wenn die Hardware nicht mehr mitmacht und man ständig was reparieren muss - deshalb Pearl. Die Toms und die Becken sind auf einem Rack montiert (DR500 hieß das damals, jetzt heißt es DR503 oder so) und Becken- und Tomarme sind alle mit dem genialen Uni-Lock System ausgestattet. da gibt es keinen Zahnkranz, sondern man kann den Winkel des Beckens/Toms stufenlos einstellen. Bei den Splashbeckenhaltern habe ich die Beckenfilze und Schrauben gegen Cymbalcrowns ausgetauscht und bilde mir ein, dass durch die geringere Kontaktfläche zwischen Becken und Halterung die Splasches viel schöner klingen (ausserdem entfällt das lästige Schrauben beim montieren...) Die Hihat ist ein Eliminator Modell: sehr leise, perfekte Laufeigenschaften, vielfältige Einstellmöglichkeiten. Snareständer sind auch von Pearl. Meine Remotehihat ist von Yamaha und hat ein gnügendlanges Kabel um nahezu überall im Set integriert zu werden. Meine Haupt-Fussmaschine ist eine DW5002Delta. Schnörkellos, super laufend, treu im Dienst. Die Kardanwelle musste ich allerdings schon einaml auswechseln, die war durch unsachgemässe Behandlung etwas ausgeklappert.

So, dann bleiben eigentlich nur noch die Becken und Smallpercussions: Lange zeit war ich ein absoluter Paiste Fan (und ich hab auch noch einige davon - nur spiel ich die meisten eher selten). Durch ein paar enttäuschende Erfahrungen mit dieser Firma hab ich mich dann endlich mal auf dem großen Markt der Beckenmöglichkeiten umgesehen und habe angefangen, Becken nach Sound und Preis/Leistung zu beurteilen. Von hinterm Drumset von links nach rechts sind das: Meinl Generation X 8" Filterchina (and there're more to come), 6" Ufip Experience Splash, 13" Paiste Traditional light/medium light HiHat, 14" Paiste Line Thin China, 8" Turkish Classic Splash (bestes Splash ever), Ufip Percussionlinie "Tortenstück", 15" Anatolian Limited One Crash, 17" Anatolian Ultimate Crash, 10" Ufip Natural Splash, 19" Anatolian Ultimate Crash mit 8" Paiste Cupchime, 20" Anatolian Ultimate Ride, 10"Paiste Line MicroHats, 20" Ufip TigerChina mit einem verkleinerten Paiste Line Thin China oben drüber. die Percussions sind verteilt: div. Shaker, LatinPerc. Blocks, RythmTech Schellenkranz und Crasher.

Weitere Becken, die ich seltener benutze: Paiste Line: 20" Power Ride, 14" Fast Crash; Paiste 2002: 16" & 18" Crash, 18" Novo China, 14" Hihat. Die Bilder sind von meinem mittlerweile üblichen "normal" Setup. Bei kleinen Jobs spiel ich auch kleine Sets mit Kick, Snare, 2 Toms, HH, Ride und Crash. Kommt halt drauf an, wie ich grad drauf bin *ggg*